[Download] "Neue Konzepte zu Drogenkonsum und Drogenhilfe" by Andrea Triphaus " Book PDF Kindle ePub Free
eBook details
- Title: Neue Konzepte zu Drogenkonsum und Drogenhilfe
- Author : Andrea Triphaus
- Release Date : January 24, 2003
- Genre: Social Science,Books,Nonfiction,
- Pages : * pages
- Size : 101 KB
Description
Illegaler Drogenkonsum steht von jeher in der Ãķffentlichen Diskussion. Er lÃķst in der Gesellschaft GefÞhle von Unbehagen, Schrecken, Ohnmacht oder Resignation aus. Wie aber soll mit diesem Problem umgegangen werden?
Die herrschende Drogenpolitik kriminalisiert die Gebraucher illegaler Drogen und lÃĪÃt sie nach dem Prinzip ?Therapie statt Strafe? unter Zwang als Kranke behandeln. Doch lÃĪÃt sich das Problem so lÃķsen? Eher das Gegenteil ist der Fall: seit mehr als 20 Jahren ist ein stetiger Anstieg illegalen Drogenkonsums zu verzeichnen, Therapien werden nur unter Zwang begonnen, aber zu einem GroÃteil auch wieder abgebrochen. Das Resultat ist die immer noch Ãķffentlich sichtbare gesundheitliche und soziale Verelendung illegaler Drogengebraucher mit ihren Begleiterscheinungen von BeschaffungskriminalitÃĪt, Prostitution, bis hin zu AIDS- und Hepatitis- Erkrankungen. Dies trÃĪgt neben der Medienberichterstattung dazu bei, das in den KÃķpfen der Menschen vorherrschende Bild vom Drogenkonsum als EinbahnstraÃe in den sogenannten Drogentod auf Ãķffentlichen Toiletten zu verfestigen.
SpÃĪtestens seit der epidemiehaften Ausbreitung von AIDS-Erkrankungen unter intravenÃķs applizierenden Drogengebrauchern Mitte der 80er Jahre ist in der Drogenhilfe jedoch ein Umdenken zu konstatieren. Es wurde zunehmend Kritik am Umgang mit illegalen Drogenkonsumenten laut: neben der herrschenden Drogenpolitik wurde das Abstinenzparadigma in Frage gestellt. Es bildete sich ein Ansatz heraus, der seine PrioritÃĪten auf die Verbesserung der momentanen Lebenssituation von Konsumenten legt und sie als Drogenkonsumenten akzeptiert. Dieser ?akzeptanzorientierte Ansatz? will zuvorderst Schadensbegrenzung betreiben, um so langfristig zu einem Leben ohne Drogen zu motivieren. Die Frage ist nun, ob dieser Ansatz Eingang in die heutige Drogenhilfe gefunden hat, ob er einen Wandel im Umgang mit den Betroffenen bewirken konnte oder ob er dem Abstinenzansatz als ohnmÃĪchtiger Gegner gegenÞbersteht.
Zur KlÃĪrung dieser Fragen werden im Rahmen der vorliegenden Arbeit neue Erkenntnisse und AnsÃĪtze zu Drogenkonsum und DrogenabhÃĪngigkeit dargelegt. Auf dieser Grundlage wird das traditionelle abstinenzorientierte Vorgehen in der Drogenhilfe dem Akzeptanzansatz gegenÞbergestellt. AbschlieÃend wird dann ÞberprÞft, inwieweit von einem Wandel in der Drogenhilfe gesprochen werden kann.